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2019

Die Josefstädterin des Jahres

2019

Die Josefstädterin des Jahres

Simina Ivan

Simina Ivan wurde als Tochter einer Opernsängerin und eines Schriftstellers in Timisoara, Rumänien, geboren und absolvierte eine Gesangsausbildung an der Musikakademie in Bukarest. Schon während ihres Studiums sang sie zahlreiche Rollen am Bukarester Operettentheater und gewann mehrere Preise bei internationalen Gesangswettbewerben in Paris, Toulouse, Nantes, Coburg, Wien und Bukarest. Von 1991 bis 1994 sang sie an der rumänischen Nationaloper Bukarest Rollen wie Rosina, Gilda, Norina oder Lucia di Lammermoor. Im September 1994 debütierte sie an der Volksoper Wien als Lauretta in Gianni Schicchi.

Neben ihrer Konzerttätigkeit gastiert sie auch an Opernhäusern in Hamburg, München, Dresden, Zürich, Berlin und London. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 1994 als Olga in Fedora. Es folgten seitdem zahlreiche weitere Rollen, darunter Pamina, Rosina, Adina, Norina, Woglinde, Lisa (La Sonnambula), Eudoxie (La Juive), Konstanze, Antonia, Adele, Rosalinde, Marguerite (Faust), Ophelie (Hamlet), Gretel, Aminta (Die schweigsame Frau), Marzelline (Fidelio).

Simina Ivan widmet sich auch der Gesangspädagogik und gab Meisterkurse in Rumänien, Wien und Jerusalem. 2003 wurde ihr vom rumänischen Staatspräsidenten der Meritul Cultural-Orden verliehen.

In der Josefstadt wohnt sie seit 1995 in einer Wohnung in der Pfeilgasse. Der Bezirk erinnert sie auch an ihre Heimatstadt Timisoara. Geboren ist sie im Viertel Cetate („Burg“), in Timisoara gibt es aber auch einen Stadtteil namens „Josefstadt“ und zwar „Iosefin“. Die beiden „Josefstädte“ in Wien und Timisoara pflegen sogar eine Bezirkspartnerschaft.

Wien und insbesondere die Josefstadt bezeichnet Simina Ivan als ihr Zuhause: „Man sagt, dass Timisoara ‚Klein Wien‘ sei – für mich aber sind Wien und unsere Josefstadt ‚Groß Timisoara‘. Hier und da fühle ich mich daheim.“ Aus diesem Grund wurde Simina Ivan auch Mitglied der Österreichisch-Rumänischen Gesellschaft, „um sozusagen auch ‚offiziell‘ diese wunderbare Zusammengehörigkeit zu bezeugen“.