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2019

Die Josefstädterin des Jahres

2019

Die Josefstädterin des Jahres

Die Gewinnerinnen 2015

Karin Reinwald

Kategorie „Handwerkerinnen und Unternehmerinnen“

Karin Reinwald verbindet auf einmalige Weise soziales Engagement mit Unternehmertum, startet Initiativen, lebt Vernetzung und geht seit 2014 mit Ihrer "Greißlerei 8" beständig ihren Weg.

Die "Greißlerei 8"bietet weit mehr als vorstellbar ist: In ihr gibt es gesundes biologisches leistbares Essen aus der Region. Es werden mittags selbst gekochte Menüs angeboten, die per Fahrrad auch geliefert werden. Die "Greißlerei 8" ermöglicht ein buntes Workshop-Programm, ist dabei offen für neue Ideen und setzt diese gekonnt um. Sie ist ein sozialer Treffpunkt zum Kuchenessen, Trinken gut Speisen und Reden in angenehmer Atmosphäre.

Karin Reinwald verbindet bei all ihren Aktivitäten Unternehmertum mit sozialem Anspruch und Umweltbewusstsein. So hat sie die Idee des offenen Kühlschranks nicht nur für gut befunden sondern in ihrer "Greißlerei 8" mit viel Engagement umgesetzt.

Unter anderem ist sie ist eine der Gründerin der "24 Frauen", eine Organisation die sich der Vernetzung von Unternehmerinnen der Josefstadt widmet.

Das, was Karin Reinwald auszeichnet und uns sehr imponiert, ist ihre Offenheit und unkomplizierte Art Dinge umzusetzen - auch wenn sie anfangs sehr kompliziert und schwierig erscheinen. Karin Reinwald findet einen Weg und fügt mit einer Prise Humor auch noch Leichtigkeit hinzu.


 

Tekla Scharwaschidze

Kategorie „Mädchen und junge Frauen“

„Mein Name ist Tekla Scharwaschidze und ich wurde am 26. September 1999 in Georgien geboren. Ich war drei Jahre alt, als meine Eltern mit mir nach Wien zogen und wir leben hier schon seit 12 Jahren. Acht Jahre lang haben wir in der Josefstadt gelebt, fünf Jahre im Caritas in der Blindengasse und drei Jahre im Pfarrhaus Breitenfeld. Ich besuche schon seit 5 Jahren das Wirtschafts-und Realgymnasium Feldgasse und ich kann nur sagen, dass ich den 8.Bezirk sehr liebe, da ich die meiste Zeit meines Lebens dort verbracht habe. Meine Mutter hat mir mit sechs Jahren das Lesen und Schreiben auf Georgisch beigebracht und ich bin stolz meine Muttersprache zu beherrschen.

Eines meiner Hobbys ist es Geschichten und Reden zu schreiben. Vor allem verfasse ich gerne Gedichte und liebe es Bücher zu lesen. Außerdem spiele ich Gitarre sowie Klavier und liebe es zu singen in allen Sprachen, sei es Deutsch, Englisch oder Georgisch.

Ich habe dieses Jahr am ,,Sag's Multi"-Redewettbewerb 2014/15 teilgenommen, als einzige Georgierin in der ganzen Region, und habe es unter die 15 Gewinnerinnen und Gewinnern geschafft. Ich bin stolz in Österreich leben zu dürfen und mit der ausgezeichneten Bildung, die ich hier bekomme, möchte ich in Zukunft Diplomatin werde und meiner Heimat Georgien helfen, genauso schön und stark zu werden, wie meine zweite Heimat Österreich.“


 

Mag.a Tina Walzer

Kategorie „Wissenschaft“

Die Historikerin wurde 1969 in Wien geboren und wuchs in der Josefstadt auf, wo sie die Volksschule in der Lange Gasse und das Piaristen-Gymnasium am Jodok-Fink-Platz besuchte.

Tina Walzer studierte Geschichte, Germanistik und Ungarisch. Ihr Forschungsschwerpunkt ist europäische und jüdische Geschichte. Seit 1995 erforscht sie den Jüdischen Friedhof Währing und ist um die Rettung des einzigartigen, verwaisten Areals und seiner Grabmonumente bemüht.

Neben ihrer Vortrags- und Lehrtätigkeit im In- und Ausland ist Tina Walzer auch Mitherausgeberin des DAVID – Jüdische Kulturzeitschrift und hat zahlreiche Veröffentlichungen publiziert u. a. „Der jüdische Friedhof Währing in Wien“, „Jüdische Friedhöfe: Kultstätten – Erinnerungsort – Denkmal“ oder „…lebte in der Josefstadt: Steine der Erinnerung 1938 – 1945“.


 

Christiane Sandpeck

Kategorie „Kultur“

2013 gründete Christiane Sandpeck gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein zur Förderung von Kunst, Kultur und Wirtschaft die „Galerie Sandpeck Wien 8“ in der Josefsgasse 1. 2015 übersiedelte sie an den neuen Standort in die Florianigasse 75, Ecke Uhlplatz.

Auch in Zukunft will sie einen Ort für die Werkpräsentation von bildenden und gestaltenden KünstlerInnen, GrafikerInnen, FotografInnen und KunsthandwerkerInnen der angewandten Kunst und Gebrauchskunst im urbanen Raum zur Verfügung stellen. Der Schwerpunkt liegt auf in Österreich arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern. Auch noch „Unbekannten“ bietet Christiane Sandpeck eine erste Präsentationsmöglichkeit.

Die Räumlichkeiten werden als Veranstaltungsort für Lesungen, Diskussions- und Singrunden, Workshops, Vorträge, Trainingsgruppen, u.v.m. genutzt.

Einzigartig ist das „Kunst mieten“ Service von Christiane Sandpeck. Alle Künstlerinnen und Künstler haben die Möglichkeit, nach ihrer Ausstellungszeit an diesem Programm Teilzunehmen. Diese Art des Kunstverleihs bietet die Gelegenheit, die Kunstinteressierten kennenzulernen und vielleicht eine Sammlerin oder einen Sammler bzw. eine Unterstützerin oder einen Unterstützer zu gewinnen.

In der „Galerie Sandpeck Wien 8“ werden Synergien zwischen Künstlerinnen und Künstlern, Autorinnen und Autoren, Verlagen, Trainerinnen und Trainern sowie Besucherinnen und Besuchern gebildet.


 

Adele Neuhauser

Kategorie „Kunst“

Wer kennt sie nicht: als die Bäuerin Julie Zirbner in der Serie „Vier Frauen und ein Todesfall“ oder als die Kommissarin Bibi Fellner im Wiener „Tatort“?

Die in der Josefstadt lebende Schauspielerin wurde 1959 in Athen geboren und zog im Alter von vier Jahren mit ihrer Familie nach Wien. Bereits mit sechs Jahren entstand bei ihr der Wunsch Schauspielerin zu werden. Zwischen 1976 und 1978 machte sie ihre Schauspielausbildung in der Schauspielschule Krauss. Danach zog es sie auf Grund der ersten Bühnenengagements nach Deutschland.

Adele Neuhauser wurde im deutschen Sprachraum am Stadttheater Regensburg bekannt, an der sie als Frau den Mephisto verkörperte. Seit ihren Anfängen hat die Schauspielerin in zahlreichen Bühnenstücken, Kinofilmen und Fernsehserien mitgewirkt.

Die Schauspielerin hat ihre künstlerische Ader auch an ihren Sohn weitervererbt und tritt – trotz vieler Engagements – immer wieder gemeinsam mit dem jungen Musiker auf.


 

Margit Kornfeld

Kategorie „Soziales Engagement“

Margit Kornfeld vom Caritas Karwan Haus wurde am 19. Juni – einen Tag vor dem Internationalen Tag der Flüchtlinge – nominiert. Sie wurde 1959 in Wiener Neustadt geboren. Nach der Matura 1978 absolvierte sie ein zweijähriges Fremdenverkehrskolleg in Innsbruck. Anschließend zog es sie nach Paris und Genf. Sie arbeitete zehn Jahre beim Französischen Fremdenverkehrsamt und bei den Französischen Fachmessen in Wien bevor sie 1994 ihre Arbeit als Flüchtlingsbetreuerin im Caritas Karwan Haus aufnahm. 2004 schloss sie das Studium der Kultur- und Sozialanthropologie ab.

Margit Kornfeld über sich und ihre Arbeit:

„Schon während meines Studiums habe ich mich im Rahmen meines freiwilligen Engagements bei amnesty international intensiv mit der Frage beschäftigt, warum Menschen aus ihrer Heimat flüchten. Meine Tätigkeit bei der Caritas bedeutet für mich nicht nur Beruf, sondern Berufung.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit im Karwan Haus (karwan: altpersisch für Zuflucht) stehen die Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion und Weltanschauung. Als Grundversorgungseinrichtung der Caritas bietet dieses Haus Menschen in Not vorübergehend eine geschützte Bleibe.

Ich empfinde meine Arbeit sinnstiftend und als eine große Bereicherung.

Als  Kulturvermittlerin und Wegbegleiterin auf Zeit unterstütze ich gemeinsam mit meinen KollegInnen die  BewohnerInnen des Karwan Hauses unter Berücksichtigung und Förderung ihrer Begabungen und Fähigkeiten bei ihrer Integration. Dabei steht Hilfe zur Selbsthilfe für mich im Vordergrund. Deutschkurse, Lernhilfe, Kindergruppenbetreuung, gemeinsame Sport- und Freizeitaktivitäten, Ausflüge, Frauencafé, Kreativwerkstatt gehören zu den Angeboten des Karwan Hauses und werden unter Mithilfe von freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt.

Respektvoller Umgang miteinander,  Wertschätzung und Anerkennung von Unterschiedlichkeit bzw. Vielfalt sind mir persönlich sehr wichtig.

Ich durfte in meiner über 20jährigen Tätigkeit viele Flüchtlinge begleiten, habe viele bewegende, glückliche und positive, aber auch traurige Momente mit meinen Klientinnen und Klienten geteilt. Ich freue mich, weiterhin mit diesen Menschen zu arbeiten. Ich wünsche mir Offenheit und Unvoreingenommenheit den hilfesuchenden Menschen gegenüber und einen angstfreien und konstruktiv geführten Diskurs über Integration.“


 

Mag.a Krista Wimmer

Publikumspreis 2015

Krista Wimmer wurde von ihren Sportlerinnen nominiert, da sie sich außerordentlich engagiert um sie kümmert. Sie hat ein Auge darauf, dass alle ihre Übungen gewissenhaft ausführen und nicht nach der zweiten Runden zu trödeln beginnen. Sie achtet darauf, dass alle „schön aufrecht“ sitzen und vor allem auf das Lächeln nicht vergessen. So gelingt es Krista Wimmer mit ihrem Humor, ihrer Herzlichkeit und ihrer positiven Ausstrahlung die Josefstädterinnen zu einem körperbewussten und gesunden Leben zu animieren. Mrs. Sporty ist für viele eine liebegewonnene Gewohnheit geworden, durch die sich viele Frauen in der Josefstadt auch näher gekommen sind. Die Sportlerinnen von Krista Wimmer möchten ihr mit dieser Nominierung herzlich danken!